

- | Amputationen an den unteren Gliedmassen kommen bei Typ-1- und bei Typ-2-Diabetikern zu häufig vor. Mehrheitlich könnten sie vermieden werden. |
- | Dafür verantwortlich ist nicht das Schicksal, sondern ungenügendes Wissen beziehungsweise Fehler der Betroffenen und manchmal auch der à„rzte. |
- | Zu nicht heilenden offenen Füssen kommt es durch eine gestörte Nervenleitung (Neuropathie) und/oder durch eine ungenügende Durchblutung (arterielle Verschlusskrankheit). |
- | Die gestörte Nervenleitung äussert sich vor allem in brennenden, stechenden oder bohrenden Schmerzen, «Ameisenlaufen», Kribbeln, Über- oder Unempfindlichkeit, Hitze- oder Kältegefühlen oder Muskelkrämpfen in Beinen und Füssen. Typisch ist das Auftreten in Ruhe, vor allem nachts. |
- | Der Arzt kann mit einfachen Hilfsmitteln feststellen, ob die Nervenleitung geschädigt ist. |
- | Die wirksamste Behandlung ist eine verbesserte Diabeteseinstellung. Dank einer solchen können die lästigen Beschwerden oft gebessert werden. |
- | Diabetiker mit Neuropathie und Fussverformungen (Hallux, Hammerzehen, Spreizfüsse), eingewachsenen Nägeln oder falschem Schuhwerk sind für nichtheilende Fusswunden besonders gefährdet. Sie sollten sich von kompetenter Seite beraten lassen. |
- | Hornhaut an den Händen ist die Folge einer Handarbeit. Hornhaut an den Füssen ist die Folge von Fehlbelastungen. Nicht entfernte Hornhaut an den Füssen kann der Anfang einer Katastrophe sein. |
- | Zeigen Sie Ihre Füsse regelmässig einem Arzt und/oder einer diplomierten Podologin. Dadurch können Sie sich viel Unangenehmes ersparen. |
Dr. med. K. Ganz (D-Journal 131/98)
Die häufigste Ursache, weshalb ein Diabetiker ins Spital eingewiesen werden muss, ist ein | |
- | Gründe dafür sind: |
- | Wer für Fussprobleme gefährdet ist, muss geschult und überwacht werden. |
- | Fragen Sie Ihren Arzt, ob Sie gefährdet sind. Dazu müssen Sie Schuhe und Socken ausziehen! |
- | Eine verbesserte Prophylaxe könnte viele Spitalaufenthalte verhindern. |
- | Gefährdete Leute sollten |
Dr. med. K. Ganz (D-Journal 117, 95/96)