Kann man nach Obst wieder Obst pflanzen?

Mein 40-jähriger Süsskirschbaum muss gefällt werden, weil er an der Spitzendürre-Krankheit leidet. Kann ich dort mit Erfolg einen neuen Kirschbaum oder wenigstens einen anderen Obstbaum, zum Beispiel einen Apfelbaum, pflanzen? Vor dem Kirschbaum stand dort noch kein Obst.

 

Antwort:

Grundsätzlich treten beim Nachpflanzen der selben Obstart am gleichen Standort sogenannte Nachbauprobleme auf. Diese können durch eine Vielzahl von Faktoren ausgelöst werden. Wichtige Ursachen sind zum Beispiel der einseitige Entzug von Nährstoffen, die Vermehrung von speziellen Wurzelschädlingen (Nematoden), aber auch bestimmte Ausscheidungen der Wurzelrinde können die Nachbauproblematik auslösen. Schadbild ist dann ein schlechter Wuchs und unzureichende Fruchtentwicklung der entsprechenden Kultur.

 

Um dieser Problematik entgegen zu wirken, falls die gleiche Art nachgepflanzt werden soll, muss der Mutterboden ausgetauscht werden. Da dies nicht praktikabel ist, sollte die Obstart gewechselt werden.

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Muss ich Obstbäume bei starkem Frost schützen?

Extreme Temperaturschwankungen von 8 bis 15 Grad Celsius schaden vor allem den Obstgehölzen. Der häufige Wechsel von Nachtfrösten zu intensiver Sonneneinstrahlung hat oft zur Folge, dass die Rinde an den Stämmen aufplatzt und so Schädlinge und Pilze eintreten können.

 

Ursache dafür ist das zwischen den Zellwänden gefrierende Wasser, das in den Zellen selbst eine Entwässerung einleitet und bei entsprechend langsamem Prozess zu einer Frosthärte in den Zellen führt. Entstehen dabei Eiskristalle, sterben die betroffenen Zellen ab. Plötzlich eintretende Wärme bewirkt hingegen, dass die Zellen auftauen, was eine Überschwemmung zur Folge haben kann. Die Zellen und der Zellverband platzen dann oft grossflächig auf.

 

Abhilfe leisten hier sogenannte Baumschutzfarben, die als Bio-Baumanstrich auf die Stämme aufgetragen werden. Diese Kalkbrühe, die als fertige Mischung gekauft werden kann, benötigt eine Antrocknungszeit von etwa zwei bis drei Stunden. Bei Regen und bei Temperaturen unter 3 Grad plus sollte sie nicht aufgetragen werden, die Rinde sollte beim Anstrich trocken sein. Alternativ zur Kalkbrühe können die Stämme mit Strohmatten eingehüllt werden..

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Darf Fallobst auf den Kompost?

Mir ist bekannt, dass à„pfel nicht auf den Komposthaufen gehören. In unserem Garten fällt aber sehr viel Fallobst an.  Gibt es eventuell Zusatzmittel,  wie zum Beispiel Schnellkomposter für den Komposthaufen, damit auch à„pfel kompostiert werden können?

 

Antwort:

Der Anteil von Fallobst im Kompost ist so zu wählen, dass weiterhin eine gute Belüftung der zu verkompostierenden organischen Masse sichergestellt ist. Dies ist mit folgenden Massnahmen relativ einfach zu erreichen:

  1. Legen Sie die à„pfel oder anderes Fallobst in dünnen Schichten auf den Kompost.
  2. Zwischen weiteren Fallobstschichten sind gut belüftete Trennschichten aus groben Reisigmaterial, wie Schnittabfälle, Laub oder ähnliches einzuplanen.
  3. Kompostbeschleuniger sind zum Beispiel kalkhaltige oder stickstoffhaltige Düngemittel. Diese wirken einer Versäuerung des Kompostes entgegen. Dadurch wird zeitgleich das Bakterienleben im Kompost aktiviert.

Für eine erfolgreiche Kompostierung sollte der Kompost einmal umgesetzt werden. Ein so gewonnener Kompost stellt eine hervorragende Humusquelle für den Garten dar.

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Wann sind à„pfel und Birnen pflückreif?

Wann sind à„pfel, deren Sorten man nicht selbst bestimmen kann, pflückreif? Wie ist das bei Birnen?

 

Antwort:

Sommer- oder Herbstäpfel sollten am besten frisch vom Baum verzehrt werden. Bei Lageräpfeln sind mehrere Faktoren zu berücksichtigen:

  1. Die Farbe der Kerne sollte dunkelbraun sein.
  2. Es sollte eine sortentypische Farbausprägung vorhanden sein.
  3. Der Apfel sollte sich relativ leicht vom Baum lösen.

Früchte ohne Verletzungen und Druckstellen können eingelagert werden. Gleiches gilt für Birnen.

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Woher kommen braune Stippen an à„pfeln?

Ich habe mehrere Obstbäume gepflanzt, die zum ersten Mal getragen haben. Die Sorte Ontaria hat einen schlechten Geschmack; Boskoop zeigt braune Stippen. Kann das am Boden liegen? Wie kann ich den Boden behandeln?

 

Antwort:

Der schlechte Geschmack und die braunen Stippen bei Ihren à„pfeln müssen separat betrachtet werden. Für die braunen Stippen beim Boskoop sind möglicherweise Ernährungsstörungen verantwortlich. Dabei ist die Calciumversorgung der Früchte zu niedrig. Das Symptom tritt vor allem bei wenig behangenen Bäumen und zu hoher Kaliumversorgung auf. Da es sich in Ihrem Garten um junge Bäume handelt, ist von wenigen, aber grossen Früchten auszugehen. Bei diesen Voraussetzungen wird die Stippigkeit verstärkt.

 

Der schlechte Geschmack bei der Sorte Ontario lässt sich von hier aus nicht nachvollziehen. Eventuell war zur Ernte noch nicht der richtige Reifezeitpunkt erreicht. Förderlich für die Fruchtqualität ist auch ein Belichtungsschnitt, damit die Früchte mehr Sonne tanken können.

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Sind Nüsse der Korkenzieherhasel geniessbar?

Wir haben eine etwa fünf Jahre alte Korkenzieherhasel, die in diesem Jahr erstmals Früchte trägt. Das habe ich noch nie vorher gesehen. Sind diese Nüsse geniessbar?

 

Antwort:

Bei der Korkenzieherhaselnuss handelt es sich um eine 1863 in Frocester, England, gefundene Mutante der in Europa heimischen Haselnuss Corylus avellana L.. Die Nüsse sind essbar. Diese Haselnuss ist, wie auch die Korkenzieherhaselnuss, einhäusig getrennt geschlechtig. Männliche Blüten (Kätzchen) und weibliche Blüten befinden sich an einem Strauch, aber lokal getrennt. Die Befruchtung erfolgt durch den Wind, deshalb ist empfehlenswert, für eine sichere Ernte mehrere Sorten nebeneinander zu pflanzen. Als geeignete Befruchtersorte bietet sich "Daviana" an.

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Wie sollten alte Johannisbeersträucher gepflegt werden?

Unsere alten roten Johannisbeersträucher haben jahrelang sehr gut getragen, doch in diesem Jahr gab es so gut wie keine Früchte. Woran kann das liegen? Wir haben im Winter versäumt, Netze über die Sträucher zu spannen. Kann es sein, dass Dompfaffen sie leergeräumt haben? Welche Möglichkeiten kämen sonst noch in Frage? Die Sträucher sind lange nicht mehr ausgelichtet worden. Wann ist die beste Zeit dafür? Sollten die Sträucher gedüngt werden? Wenn ja, wann und wieviel?

 

Antwort:

Für den Ertragsausfall der Johannisbeersträucher können mehrere Ursachen in Erwägung gezogen werden.

  1. Blütenfrost, in einzelnen Jahren wird der Fruchtansatz durch Spätfröste im Blütezeitraum verhindert.
  2. Verrieselung, insbesondere bei feuchtkühlen Witterungsverhältnissen nach der Blüte setzt unter Umständen ein Verrieseln der einzelnen Beere von den Trauben ein. Dies kann bis zum totalen Fruchtverlust führen.

Der optimale Schnittermin für Johannisbeeren ist unmittelbar nach der Ernte, aber auch im Winter. Alte abgetragene Zweige sollten entfernt werden. Um weiterhin sichere Erträge zu erzielen,  empfiehlt es sich, je nach Sorte - etwa vier bis fünf stabile und relativ junge Ertragszweige im Strauch zu erziehen.

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Wie können à„pfel gelagert werden?

In diesem Jahr gibt es so viele à„pfel, die wir gerne lagern möchten. Welche Lagerung können Sie empfehlen, damit sich das Obst hält? Die Keller sind meist zu warm. Kann ich sie in einer Scheune lagern?

 

Antwort:

Grundsätzlich ist es möglich, à„pfel im Naturlager, auch über mehrere Wochen - einige Sorten sogar über Weihnachten hinaus - zu lagern. Hierbei sind in der Praxis mehrere Grundsätze zu beachten, damit die à„pfel nicht unmittelbar verderben und ihre wertvollen Inhaltstoffe bis zum Verzehr behalten.

 

Nur Winteräpfel sollten für eine längere Lagerung vorgesehen werden. Herbstsorten, wie "Alkmene" und "Gravensteiner", sollten, sobald sie reif sind, auch verbraucht werden. Geeigneter für eine Lagerung sind zum Beispiel "Melrose", "Boskoop" oder "Ontarioapfel".

 

Die à„pfel dürfen keinerlei Beschädigungen aufweisen und unverletzt, auch ohne Druckstellen, eingelagert werden. Die Kisten müssen darüber hinaus frei von Verschmutzungen oder gar von organischen Resten der Vorjahresernte sein. In einer Kiste sollten grundsätzlich nur à„pfel einer Sorte gelagert werden.

 

Der Lageraum ist abzudunkeln, die Temperaturen dürfen nicht über 10°C ansteigen. Am besten liegen sie bei 3 bis 4°C. Das Lager ist regelmässig zu kontrollieren und verdorbene Früchte sind zu entfernen. Bei der Lagerung in Scheunen und Schuppen ist die Ernte auch gut vor Mäusefrass zu schützen, da sogar kleine Nagestellen sofort die Gefahr von Pilzinfektionen erhöhen.

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Wie sind Schnittwunden beim Apfelbaum zu behandeln?

An unserem Apfelbaum wurden vor Jahren zwei grosse à„ste entfernt. In diesem Bereich ist inzwischen ein Hohlraum entstanden. 25 % eingeschlafenes Holz des Baumstammes habe ich entfernt. Wie kann ich den Apfelbaum noch retten?"

 

Antwort:

Grundsätzlich sind Schnittwunden an Obstgehölzen so zu versogen, dass sie wieder von Rindengewebe überwallt werden können. Massgebend dafür ist die Grösse der Schnittstelle, aber auch dass ein Verstreichen der Wunde mit einer künstlichen Rinde vorgenommen wird. Ausserdem ist bei der Schnittführung darauf zu achten, dass Wasser von den Wunden abfliesst und nicht in Vertiefungen stehen bleibt. Dies würde sonsten die Ansiedlung von holzzerstörenden Pilzen fördern.

 

Wenn grössere Teile des Stammbereiches bereits entfernt worden sind, sollte geprüft werden, ob der Baum durch baumpflegerische Massnahmen am Standort noch zu retten ist. Gegebenenfalls sollte ein Baumchirurg eine Entscheidung treffen. Dies gilt insbesondere, wenn bei einem möglichen Windwurf des Baumes Gebäude oder Pkw-Parkplätze betroffen sein könnten.

 

Eine Möglichkeit, den Baum zu retten, ist, das verletzte Gewebe mit einer Ammenveredelung zu überbrücken. Im Prinzip wird dabei neues Leitungsbahnengewebe über die Wunde veredelt, um den Saftstrom von Assimilaten und Nährstoffen zu verbessern.

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Welche Sorten eignen sich für eine Himbeerhecke?

Im Herbst möchte ich eine 4 m lange Himbeerhecke pflanzen. Wie viele Himbeepflanzen benötige ich dafür und welche Himbeersorte empfehlen Sie mir, die gesund ist und viele, grosse, schmackhafte Früchte trägt!

 

Antwort:

Für eine 4 m lange Himbeerhecke werden zehn bis zwölf Pflanzen benötigt, das heisst pro laufenden Meter sollten etwa zwei bis drei Pflanzen gesetzt werden. Optimaler Pflanztermin ist der Herbst, sobald die Vegetation abgeschlossen ist. Dies ist zumeist ab etwa Mitte November der Fall. Auch eine Frühjahrspflanzung bis Ende März ist möglich.

 

Bei der Auswahl der Sorte spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zunächst ist der Erntezeitraum zu berücksichtigen. Man unterscheidet die im Sommer tragenden Sorten - Reifezeit: Juli/August - und die herbsttragenden Sorten, die ab Ende August reifen. Die Herbstsorten haben den Vorteil, dass sie nicht von der Himbeermade befallen werden. Dies liegt darin begründet, dass der Käfer, dessen Larven die Himbeermaden sind, nur zur Blüte der sommertragenden Sorten auftreten. Die Eiablage für die Entwicklung dieses Schädlings erfolgt vom Käfer ausschliesslich im kurzen Blütezeitraum der sommertragenden Sorten.

 

Herbsttragende Sorten werden im Frühling bis über den Boden abgeschnitten und an den neuen Ruten kann man dann ab Spätsommer ernten. Geeignete Sorten sind "Antumn Bliss" und auch "Polana".

 

Sommertragende Sorten tragen an einjährigen Ruten, die nach der Ernte absterben und entfernt werden müssen, dabei lässt man die frisch aufgewachsenen Ruten für das folgende Jahr stehen. Als frühe Sorten sind "Zewa 2" und "Glen Ample" geeignet. Sehr schmackhaft ist die Sorte "Tulameen". Für die Verarbeitung in der Küche, zur Marmeladenherstellung oder als Kuchenbelag, ist die Sorte "Schönemann" sehr zu empfehlen.

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Können bei uns Kiwis angebaut werden?

Ich habe schon zum dritten Mal versucht, Kiwis anzubauen, leider ohne Erfolg. Beim ersten Mal hatte ich eine männliche und eine weibliche Pflanze. Im letzten Jahr bestellte ich die neue Sorte "Bayerische Kiwi", die angeblich Selbstbefruchter ist. Die Pflanzen wachsen sehr schnell, blühen aber nie und setzen somit auch keine Früchte an. Sie stehen an der Südseite und die Blätter sind fast schwarz. Gedüngt wird mit Phosphorkali im Frühjahr. Nach einer Anfrage bei der Versandfirma erhielt ich den Rat, die Wurzeln im Herbst 0,5 m um die Pflanze herum abzustechen. Auch das blieb ohne Erfolg. Mache ich etwas falsch oder ist es überhaupt nicht möglich, hier Kiwis zu erzeugen?"

 

Antwort:

Die Produktion von Kiwifrüchten in einem Hausgarten des Bergischen Landes ist ein ebenso ehrgeiziges Ziel, wie der erfolgreiche Anbau von Weinreben in dieser Region. Nach ihrer Urheimat wird die Kiwifrucht zwar auch als chinesische Stachelbeere bezeichnet, ihren geläufigen Namen Kiwi hat sie jedoch von einem neuseeländischen Laufvogel. Beheimatet sind Kiwis in China, Australien und Neuseeland. Die reichlich mit Vitamin C ausgestattete Frucht gedeiht in Europa zufriedenstellend nur in den Weinbaugebieten.

 

Die Schlingpflanze benötigt rund. 30 m² für eine ungehinderte Entwicklung und eignet sich vorzüglich für die Bekleidung von Mauern oder Pergolen. In jedem Fall braucht sie ein Unterstützungsgerüst sowie Licht und Wärme. Hinsichtlich des Standortes ist die Kiwipflanze sehr wählerisch. Geschützte Südost- bis Südwestwände sind Voraussetzung, wobei die Früchte nicht der direkten Sonneneinwirkung ausgesetzt werden dürfen, da dsie ansonsten Sonnenbrand bekommen würden. Der Boden muss tiefgründig, humos, nicht zu kalkreich und gut feucht, allerdings ohne Staunässe sein. In Trockenzeiten sind gelegentlich Wassergaben mit Düngerbeimischungen nötig. Obwohl Kiwis allgemein als frosthart gelten und auch so spät blühen, dass Spätfröste nur selten schädigen können, sollte man ihnen in den ersten beiden Standjahren einen gewissen Winterschutz geben. In rauen Lagen sind Kiwis vor allem durch Frühfröste gefährdet, denn die Pflückreife tritt selbst in Weinbaugebieten erst im Oktober bis November ein.

 

In den ersten drei bis fünf Jahren müssen sich die Ranken gleichmässig am Gerüst ausbreiten und verteilen. Auf Bindematerial kann man kaum verzichten. Im Gegensatz zur Weinrebe wird die Kiwipflanze so wenig wie möglich zurückgeschnitten. Erst nach mehreren Jahren, wenn die Fruchtbarkeit nachhaltig eingesetzt hat und die Fruchtgrösse abnimmt, werden die Seitentriebe der gerüstbildenden Hauptranken gekürzt.

 

Die Kiwi ist zweihäusig, so dass man stets pro zehn weibliche Pflanzen mindestens eine männliche benötigt. Beim Kauf von zwei Pflanzen jedoch ist die Gefahr relativ gross, dass Sie nur gleichgeschlechtliche erwerben. Wenn Sie einen geschützten Südlagenstandort mit den genannten Bodenqualitäten in ausreichender Dimension zur Verfügung haben, sollten Sie neben einer männlichen Pflanze mehrere weibliche oder selbstbefruchtende Pflanzen haben. Markenbaumschulen sind Ihnen bei der Sortenwahl für Standorte in diesen Regionen behilflich und haben sie in der Regel vorrätig oder können sie kurzfristig liefern. Da sich Kiwipflanzen zunächst einige Jahre in der Wachstumsphase befinden, wie viele andere Obstarten, müssen Sie die Geduld von drei bis fünf Jahren aufbringen, um ernten zu können.

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Darf man einen Süsskirschbaum verpflanzen?

Vor vier Jahren pflanzte ich einen Süsskirschbaum in unsere Wiese. Auf dieser Wiese soll nun eine Garage errichtet werden. Ist es möglich, den Kirschbaum nach dem Laubfall an einen anderen Platz zu pflanzen?

 

Antwort:

Einen vor vier Jahren gepflanzten Süsskirschenbaum können Sie in aller Regel relativ problemlos verpflanzen. Wichtig ist, genügend Wurzelmasse mit an den neuen Standort zu bringen. Hierzu ist es erforderlich, einen ausreichend grossen Ballen auszugraben. Dies ist wichtig, um auch ein grösseren Anteil Feinwurzeln mit an den neuen Standort zu transportieren.

 

Der neue Standort muss gut vorbereitet werden. Das bedeutet, ein ausreichend grosses Pflanzenloch auszuheben, eventuell vorhandene Bodenverdichtungen zu beseitigen und Humus zuzuführen. Der Humus sollte idealerweise aus gut umgesetztem Kompost bestehen und der Pflanzerde im Verhältnis 1 : 3 beigefügt werden.

 

Grundsätzlich ist zu beachten, dass der Baum am neuen Standort nicht tiefer als am alten Standort gepflanzt wird. Abschliessend muss der Baum mit einem Pflanzpfahl gstützt und mit einem Giessrand versehen werden.

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Kann ein alter Apfelbaum verpflanzt werden?

Wir haben einen alten Apfelbaum mit einem Stammdurchmesser von 35 cm, der aus Platzgründen weichen muss. Kann ich diesen Baum verpflanzen?

 

Antwort:

Grundsätzlich können auch ältere Gehölze verpflanzt werden. Bei einem Obstbaum dieser Stärke stehen allerdings Aufwand und Erfolg in einem Missverhältnis. Es empfiehlt sich, den alten Baum zu fällen und an einen geeigneten Standort einen neuen Baum zu setzen.

 

Ist eine Sortenbestimmung des alten Baumes nicht möglich, kann eine Veredlung sinnvoll sein. Hierzu nimmt man von dem entsprechenden Baum Reisermaterial, möglichst gesunde, kräftige und einjährige Triebe, und bringt sie in eine Obstbaumschule. Schon im selben Herbst erhält man einen fertigen Baum, der sicherlich etwas teurer ist, dafür aber die bekannten à„pfel liefert..

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Warum entwickeln sich à„pfel an einem Baum unterschiedlich?

Mein Apfelbaum hat in diesem Jahr einen 360-g-Apfel, aber auch eine nur 4 g schwere Frucht getragen. Warum entwickeln sich à„pfel unterschiedlich?

 

Antwort:

Die Fruchtgrössenentwicklung beim Kernobst ist von mehreren Faktoren abhängig. Wichtig ist für eine gut entwickelte Frucht, dass sich die Fruchtgrösse sortentypisch ausprägt. So ist gewährleistet, dass sich die Geschmackseigenschaften optimal entwickeln. Bei vielen Sorten ist ein Fruchtgewicht von 160 bis 200 g als gut anzusehen. Die unterschiedliche Fruchtgrössenentwicklung hängt davon ab,

  1. ob der Apfel sich an einem aufrecht wachsenden Zweig oder an einem hängenden Trieb entwickelt. Je steiler ein Ast wächst, desto besser ist er mit Nährstoffen versorgt. Allerdings kann dies bei triploiden Sorten, wie Jonagold, Gravensteiner oder Boskoop zu starkem Fruchtfall führen, da diese Sorten dann vorwiegend vegetativ wachsen.
  2. ob ein ausgeglichenes Blatt-/Fruchtverhältnis am Baum vorhanden ist. Für eine optimale Fruchtgrössenentwicklung ist ein Verhältnis von etwa 10 : 1 anzustreben. Da dies auch innerhalb des Baumes stark variieren kann, dürfte dies ein wesentlicher Punkt bei unterschiedlichen Fruchtgrössen sein.
  3. ob sich pro Blüte mehr als ein Apfel entwickelt. Für eine optimale Fruchtgrösse sind pro Blüte maximal ein bis zwei à„pfel zuzulassen. Mehr Fruchtansätze sind gegebenenfalls durch Ausdünnung zu entfernen.

Im modernen Erwerbsobstbau erzielt man über Ausdünnung eine gute und möglichst gleichmässige Fruchtgrössenentwicklung.

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Warum trägt der junge Pflaumenbaum keine Früchte?

Für den Erntebeginn bei Pflaumen- und Zwetschenbäumen ist die Sorte ein entscheidender Faktor. Die Sorte Doppelte Hauszwetschen braucht etwa fünf bis sieben Jahre bis zum Ertragsbeginn. Fruchtbare Sorten, wie Hauszwetschen Typ Wolf, können schon nach drei Jahren am Standort einen ersten Ertrag aufweisen. Darüber hinaus hat die Veredelungsunterlage auf Baum- und Kronenvolumen, aber auch auf Ertragsbeginn einen grossen Einfluss.

 

Sie sollten unbedingt prüfen, ob die Unterlage "Prunus myrobolane" verwendet wurde oder die schwächer wachsende St. Julien A. Die Angaben hierzu sind auf dem Etikett und in der Regel auch auf dem Lieferschein der Baumschule vermerkt. Dabei gilt der Grundsatz "je schwächer die Unterlage destokleiner der Baum und je früher der Ertragsbeginn". Stark wachsende Unterlagen dagegen verzögern den Ertragsbeginn deutlich.

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Wie kann ich Wurmbefall bei à„pfeln verhindern?

Verursacher von wurmigen à„pfeln ist der Apfelwickler. Die weiblichen Insekten legen ihre Eier an den Früchten ab. Die sich daraus entwickelnden Larven fressen sich in die Früchte ein. Häufig fallen die noch unreifen Früchte vorzeitig von den Bäumen und deutliche Frassgänge der Larven sind erkennbar. Diese Früchte müssen Sie unbedingt aufsammeln und vernichten, um eine weitere Verbreitung im Garten zu verhindern.

 

Ab Ende Mai bis Oktober sollten Sie Wellpappengürtel an den Stämmen der Apfelbäume anbringen, um die am Stamm hochkriechenden Schädlinge aufzuhalten. Die Gürtel müssen regelmässig auf versteckte Larven und Puppen untersucht werden. Gefundene Tiere sind sofort zu vernichten. Beim Abfangen der männlichen Apfelwickler helfen von Mitte Mai bis Ende August sogenannte Pheromonfallen. Diese im Handel erhältlichen Fallen sind mit einer Duftstoffkapsel und einem beleimten Boden versehen. Angelockt vom Duft, der dem Sexuallockstoff der weiblichen Tiere entspricht, fliegen die männlichen Insekten in die Falle und bleiben auf der Leimtafel hängen. Dadurch können weniger weibliche Apfelwickler befruchtet werden und die Anzahl der Nachkommen und damit der verwurmten Früchte wird stark dezimiert.

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Obstbaumschnitt im Januar/Februar

Jetzt ist die richtige Zeit, um Obstbäume zu schneiden. Für den Winterschnitt eignen sich besonders die Monate Januar und Februar, teilt die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen mit. Die Bäume befinden sich in dieser Zeit im Ruhezustand und tragen kein Laub. Jedoch sollte der Hobbygärtner nicht bei Frosttemperaturen von weniger als fünf Grad unter Null schneiden sowie bei Regen und Schneefall, weil das die Pilzinfektionsgefahr erhöht.

 

Grössere Schnittstellen mit einem Umfang von einem alten Fünf-Mark-Stück oder grösser brauchen dabei nicht mehr mit einem Wundverschlussmittel geschützt zu werden. Durch das schützende Mittel sollte verhindert werden, dass Krankheitserreger in das Holz eindringen und so Krankheiten verursachen. Inzwischen sind die Fachleute jedoch der Meinung, dass die Selbstheilungskräfte der Bäume ausreichen, um aus eigener Kraft mit der Wunde fertig zu werden. Der Einsatz des Wundverschlussmittels kann dazu führen, dass das Holz nicht ausreichend trocknet und die Wundheilung durch die Feuchtigkeit wiederum verlangsamt wird.

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