Kein Dauerzustand

Depression muss kein Dauerzustand werden

Depressionen stellen eine ernstzunehmende Erkrankung dar, die kein Impfstoff bekämpfen kann. Die Zahl der Betroffenen steigt auch in der Schweiz stetig. Doch es gibt auch gute Nachrichten: Medikamente und Psychotherapie können in bis zu 80 Prozent der Fälle helfen. 

Im Griff der Depressionen befinden sich weltweit immer mehr Menschen. Laut Aussagen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden Depressionen im Jahr 2020 sogar die zweithäufigste chronische Erkrankung darstellen. Es ist eine chronische Niedergeschlagenheit mit Symptomen wie Schlaf-, Appetitlosigkeit und gedrückte Stimmung, die das Leben von 121 Millionen Menschen auf der Welt heute schon auf Dauer einschränkt. In der Schweiz trifft es gemäss dem Bundesamt für Gesundheit schon acht Prozent der Bevölkerung - unter Frauen ist die Rate höher: Jede zehnte Frau, jeder 17. Mann leidet darunter. Sowohl Fälle von Altersdepression als auch depressiver Verstimmung bei Jugendlichen nehmen zu. Doch nicht nur die steigende Fallzahl lässt die Alarmglocken schrillen. Depressionen gehen oft mit Suizidgedanken einher und die Schweiz weist eine höhere Suizidrate als beispielsweise Deutschland auf. 

Früh auf Symptome achten

Es gilt, bereits ersten Anzeichen einer Depression Aufmerksamkeit zu schenken und Hilfe anzunehmen. Sogar in 60 bis 80 Prozent der Fälle kann in einem frühen Stadium durch Medikamente und Psychotherapie geholfen werden, so die Aussagen der WHO. Dabei muss auf jeden Betroffenen individuell eingegangen werden, da Auslöser und Symptome je nach Art der Depression stark variieren. Ob als Ursache traumatische Erfahrungen aus der Kindheit, hohe Stressbelastung oder andere Faktoren wie eine schwere Krankheit oder erbliche Belastung in Frage kommen, muss mit einem Spezialisten geklärt werden.

In unserer WebTV Produktion informieren wir allgemein, sowie persönlich über die Depression. Ebenso gehen wir auf die Therapie und speziell auf die Depression im Alter ein. Neben der Früherkennung einer Depression ist es wichtig sie zu entstigmatisieren, Betroffene zu animieren Hilfe aufzusuchen und Familienangehörige zur Unterstützung anzuregen. (Raphael Corneo)