

Wenn andere Blumen noch Winterschlaf halten, entfaltet die Christrose ihren Blütenschmuck. An niedrige Temperaturen gewöhnt, blüht die Christrose von Januar bis in den März hinein mit ihren weissen bis schwachrosa Blüten. Auch Temperaturen um den Gefrierpunkt können ihr nichts anhaben.
Die Pflanze wird 15 bis 30 cm hoch. Mit 7 cm Durchmesser gehören ihre Blütenblätter zu den grössten unter den Wildblumen. Die Pflanze steht heute unter Naturschutz und gehört zu den aussterbenden Arten. In Gärtnereien und Blumengeschäften ist sie als Topfpflanze zu haben. Sie bevorzugt einen hellen und kühlen Standort.
Aus den schwarzen Wurzeln der Christrose wurde früher der Schneeberger Schnupftabak hergestellt, daher stammt der deutsche Name Nieswurz. Auch zu Niespulver werden die schwarzen Wurzeln verarbeitet, weil das Pulver zum Niesen reizt. Wegen der giftigen Inhaltsstoffe wurden verschiedene Arten schon im klassischen Altertum als Arzneipflanzen genutzt. Ihre Wirkung wurde unter anderem als chemische Waffe in der Antike eingesetzt. Feinde erhielten Trinkwasser, in dem vorher die Wurzeln extrahiert wurden, was zu durchfallartigen Erkrankungen führte.
Nach der dunklen Winterzeit freut sich der Hobbygärtner, das Frühjahr mit Frühlingsblumen zeitig zu begrüssen. Vorfreude auf den Frühling wecken zum Beispiel Primeln, Hyazinthen und Narzissen. Diese können an einem geschützten Standort, beispielsweise am Hauseingang, auf der Terrasse oder auf dem Balkon platziert werden. Die teilweise stark wasserhaltigen oberirdischen Pflanzenteile sind dort kaum von den geringen Frostgraden der freien Flächen betroffen.
Die Primeln können nach der Blüte in den Garten gepflanzt werden, wo sie im nächsten Frühling erneut blühen. Narzissen und Hyazinthen als Zwiebelblüher sollten so lange in der Schale weitergepflegt werden, bis das Laub vergilbt ist. Die Zwiebeln können bis September in der Schale mit trockener Erde bleiben. Anschliessend werden sie herausgenommen, gesäubert und in den Garten gepflanzt, wo sie sich im nächsten Frühling mit neuer Blütenpracht bedanken.
Vor fünf bis sechs Jahren habe ich eine Steppenkerze (Eremurus robustus) gepflanzt. Diese Pflanze treibt jedes Jahr gut aus, steht im Blatt ausgezeichnet und zeigt äusserlich keinerlei erkennbares Krankenbild. Leider blüht sich nicht. Der Standort ist so gewählt, dass sie von anderen Stauden nicht bedrängt wird; die Pflanztiefe wurde gemäss der Pflanzanweisung vorgenommen. Muss ich den Standort wechseln? Liegt es an der Pflanze selbst?
Antwort:
Wie aus Ihrer Frage ersichtlich, haben Sie sich sehr intensiv mit der Steppenkerze, Steppenlilie oder Lilienschweif und deren Standortansprüchen auseinander gesetzt. So ist Ihnen sicher bekannt, dass diese mächtigen Liliengewächse mit waagerechten, dicken, seesternartigen Wurzelstöcken am besten auf tiefgründigen, nährstoffreichen, kalkhaltigen, im Sommer möglichst trockenen, offenen Böden gedeihen.
Die Steppenkerze kommt ursprünglich aus dem Himalaja, wird daher auch als winterhart bezeichnet. Bekannt ist aber, dass sie in unseren Regionen unter Spätfrost im Mai leidet. Zweckmässig ist deshalb den Austrieb vor Frostnächten mit Vliesen, einem Blumentopf oder mit einem Styroporkasten abzudecken. Voraussetzung für die Dauerhaftigkeit der Steppenkerze in schwerem Lehmboden ist eine gute Drainung. Die Pflanzen sind in 10 bis 15 cm Tiefe zweckmässig auf eine etwa 5 cm dicke Grobsandschicht zu setzen. Darunter ist in 20 bis 30 cm Tiefe eine Schotterschicht einzubringen. Gepflanzt wird nur im Sommer oder im Herbst.
Da Sie für die Staude einen sonnigen Einzelstandort gefunden haben und keinen ersichtlichen Schaden erkennen können, sollten Sie die Wurzeln überprüfen..
Jedes Verpflanzen, besonders im Frühjahr, verzögert die Blütenbildung mindestens um ein Jahr. Die Wurzeln liegen flach im Boden, sie sind fleischig und spröde. Geprüft werden sollte, ob Wühlmäuse oder Engerlinge die Wurzeln stark dezimiert haben. Möglichereise wurden die Wurzeln während der Bodenpflege im Herbst oder Frühjahr durch Grabe-Aktivitäten mit dem Spaten gekürzt und damit ein Verpflanzen simuliert .
Die Knospen meiner Rosen sind voller Blattläuse. Wie kann ich sie natürlich bekämpfen?
Sobald es im Sommer trocken, warm und sonnig ist, fallen Blattläuse massenhaft über die jungen Pflanzentriebe her. Blattläuse stechen bevorzugt junge, weiche Pflanzentriebe an und saugen Pflanzensaft aus. Bei starkem Befall können Blätter und Blüten verkrüppeln, die Pflanze wird geschwächt und manchmal übertragen Blattläuse auch Viruskrankheiten während sie die Blätter anstechen.
Blattläuse haben eine Reihe von natürlichen Gegnern im Garten. Dazu gehören in erster Linie die Larven von Marienkäfern und Florfliegen. Beide Insekten legen ihre Eier in der Nähe von Blattlauskolonien ab. Die Eier des Marienkäfers sind höchstens 2 mm gross, länglich und gelb gefärbt. Je nach Witterung schlüpfen aus ihnen nach sieben bis zehn Tagen die länglichen, grau-blau bis schwarz gefärbten Larven, die oft farbig gefleckt sind. Sie machen sich nach kurzer Zeit auf Blattlausfang. Die Eier der Florfliegen stehen auf Stielen, um sie vor Feindfrass zu schützen. Auch aus ihnen entwickeln sich nach kurzer Zeit Larven, die in zwei bis drei Wochen bis zu 1 000 Blattläuse verzehren. Deshalb nennt man sie auch Blattlauslöwen.
Diese nützlichen Insekten stellen sich allerdings nur ein, wenn sie im Garten optimale Lebensbedingungen vorfinden. Erwachsene Nützlinge ernähren sich auch von Blütenpollen und benötigen für die Überwinterung Verstecke unter Baumrinden oder auf Speichern, wie die Florfliege. Ein völlig aufgeräumter Garten, in dem regelmässig Pflanzenschutzmittel angewendet werden, wird nie eine ausreichende Anzahl Nützlinge beherbergen.
Blattläuse können auch mechanisch von den Pflanzen entfernt werden. Man kann sie mit den Fingern oder einem Pinsel abstreifen, oder mit einem kräftigen Wasserstrahl von den Pflanzen abduschen.
Lavendel sollte man zweimal im Jahr schneiden. Nach der Blüte erfolgt ein leichter Rückschnitt, bei dem man hauptsächlich die abgeblühten Blütenstängel entfernt. Im Frühjahr muss kräftig zurückgeschnitten werden. Einfach ist es bei jungem Lavendel, der im Vorjahr gepflanzt wurde. Hier kann man etwa zwei Drittel der Pflanze zurückschneiden. Wird jedes Jahr geschnitten, bleiben die Pflanzen kompakt und verkahlen nicht von innen her. Schwieriger ist der Rückschnitt bei alten, innen verkahlten Exemplaren. Schneidet man diese Pflanzen bis tief ins alte Holz zurück, besteht die Gefahr, dass sie nicht wieder austreiben. Deshalb vom letztjährigen Austrieb etwa ein Drittel stehen lassen.
Auch wenn die Versuchung gross ist: Die Blütenzweige sehr frühblühender Wildgehölze, besonders von Salweide und Reifweide, aber auch von Haselnuss, Kornelkirsche und Roterle, sollten nicht abgepflückt werden, rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen. Die Vorfrühlingsblüher unter den wildwachsenden Sträuchern in der Landschaft öffnen - je nach Witterung und Standort - oftmals schon jetzt ihre Blüten oder Blütenkätzchen. Diese werden als Ankündigung des nahenden Frühlings gern für Sträusse und Vasenschmuck gesammelt.
Die Blüten erfüllen eine besondere Aufgabe im Naturhaushalt. Für die aus dem Winterschlaf erwachten Völker, vor allem der Honigbienen, Wildbienen, Hummeln, Wespen sowie deren junge Brut bildet der Blütenpollen das einzige Frühlingsfutter. Die Weidenarten und die Kornelkirsche sind auch die ersten Nektarspender.
Quelle: Landwirtschaftskammer